O-Beine
O-Beine
Die Auswirkungen von O-Beinen
Der Begriff O-Bein bezeichnet eine Achsenfehlstellung, der medizinische Begriff lautet “Genu varum”. Die Herkunft des Begriffes O-Bein ist auf die O-Form der Beine zurückzuführen, diese besitzen eine seitlich nach außen gerichtete Neigung. Bei Säuglingen und Neugeborenen fallen O-Beine unter die normale Entwicklung, zumeist richtet sich die Achsenfehlstellung jedoch spätestens beim aufrechten Gang.
Woher kommen O-Beine?
O-Beine können entweder angeboren oder erworben sein, des Öfteren können Schmerzen hervorgerufen werden. Insbesondere ein einseitiges O-Bein kann die Wirbelsäule so stark belasten, dass sich diese verkrümmt. Die Behandlung eines O-Beines kann entweder auf physiotherapeutischem Wege erfolgen oder durch eine Operation, der Patient muss sich allerdings genau nach den Belastungsvorgaben des Arztes richten.
O-Beine können sowohl angeboren sein als auch bei Systemerkrankungen oder Bindegewebsschwächen auftreten.
Erworbene O-Beine können durch einen Tumor, Entzündungen, Überlastung, Hormonstörungen, Knochenbrüchigkeit oder Rachitis hervorgerufen werden. Auch Fehlwachstum, Knochenbruch und Lähmung können Gründe für die Bildung von O-Beinen sein.
Die Diagnose von O-Beinen kann daher auch relativ einfach erfolgen, denn diese sind von außen sehr leicht zu erkennen, bei leichten Formen kann eine Röntgenaufnahme Klarheit verschaffen.
Was sind die Folgen von O-Beinen?
O-Beine verursachen primär Schmerzen, da durch die Fehlstellung werden das Knie und insbesondere dessen Innenseite falsch belastet. Die Folge besteht in einer Abnutzung des Knorpels und des Meniskus, des Weiteren bilden sich oftmals Knick-Senk-Füße aus. Insbesondere höhergradige Beinfehlstellungen führen mit der Zeit zu einem verfrühten Verschleiß des Gelenkknorpels, dies ist sowohl bei O-Beinen als auch bei X-Beinen zu erwarten. In hohem Alter muss des Weiteren mit einer Arthrose des Kniegelenkes gerechnet werden, dessen Ablauf und Stärke ist zusätzlich von anderen Faktoren wie Bindegewebsschwäche, Übergewicht und Verletzung abhängig.
Was kann ich bei O-Beinen tun?
Im Kindesalter muss keine Therapie sondern lediglich eine Beobachtung durchgeführt werden, tritt ein Knickfuß auf, wird diesem zumeist durch spezielle Schuheinlagen entgegengewirkt. Bei operativer Korrektur der Achsenfehlstellung wird der Knochen durchtrennt und durch einen Keil verbunden, nach 6 bis 8 Wochen ist der Knochen wieder zusammengewachsen. In dieser Zeit halten Schrauben die vorgegebene Wachstumsrichtung. Nach der Operation sollte das Knie nur geringfügig belastet werden, nach einigen Wochen kommen wieder Sportarten mit geringer Belastung wie beispielsweise Schwimmen in Betracht. Auch Krankengymnastik ist sinnvoll, diese stärkt die Muskeln im Beinbereich.
Wie kann ich vorbeugen?
Der Bildung von O-Beinen kann generell nicht vorgebeugt werden, es kann lediglich auf die Verhinderung der Grunderkrankungsarten abgezielt werden.
O-Beine und Laufschuhe
Läufer mit O-Beinen neigen tendenziell zu einer Supination oder auch Unterpronation. Pronation bezeichnet allgemein die natürliche Dämpfungsbewegung des unteren Sprunggelenkes. Bei betroffenen Sportlern ist eine Hebung des inneren Fußraumes mit gleichzeitiger Senkung der äußeren Fußkante zu beobachten. Sie laufen „über außen“. Dies beansprucht Bänder, Sehnen und Gelenke in einem erheblichen Maß. Zusätzlich ist durch das Abkippen des Fußes nach außen eine Verletzung der Außenbänder zu befürchten.
Ein guter Laufschuh relativiert diese Fehlstellung durch eine zusätzliche Stabilisierung im äußeren Bereich. Eine stärkere Zwischensohle und stabilisierendes Obermaterial sollen den Fuß optimal führen.
Nur in einem Fachgeschäft und bei ausreichender Beratung, kann der richtige Laufschuh gefunden werden. Dabei ist nicht nur auf die Fußstellung, sondern auch auf Gewicht, Anforderung und Laufuntergrund zu achten. Ein guter Laufschuh verhilft zu einem optimalen Lauferlebnis-bis hin zu dem phänomenalen Gefühl namens Runner`s High.
